Saatgut-Kommission
Saatgut-Kommission
[Fertige Mischungen]
Saatgutmischungen werden von Drittanbietern aufgekauft und anderweitig in kleineren Verpackungen verpackt. Es findet dazu eine Produktion (Artikelumbuchung) statt. In diesem Zusammenhang ist es möglich die notwendige Mischungsnummer zu beantragen, ein Produktionsauftrag zu erstellen und neue Etiketten zu drucken.
Der zu produzierende Artikel (Kleinverpackung) ist als Artikelart selbst hergestellte Saatgutmischung anzulegen. In der Rezeptur ist dann der Artikel mit der großen Verpackung als Rohstoff einzutragen. Es sollten für diesen Vorgang zwei Artikel verwendet werden, einmal der eingekaufte Artikel und zum anderen der verkaufte Artikel. Man kann die Umbuchung auch mit einem Artikel durchführen, es ist aber nicht zu empfehlen. In diesem Fall ist es nicht möglich den gleichen Artikel im Artikelstamm in der Rezeptur zu hinterlegen. Es wäre nur direkt bei der Artikelumbuchung erlaubt.
Für spätere Auswertungen können Sie in der Rezeptur einen Verpackungsartikel hinterlegen. Dieser ist mit der Artikelart Verpackungsartikel anzulegen.
Im Zusammenhang mit dem Einkauf des Artikels wird über den Aufruf Partie-Information die sogenannte Fremdmischung erfasst. Sie wird nur für den Druck der Dokumente verwendet, Antrag auf Mischungsnummer und Etiketten.
[Einstellung Optionen-Standard]
Zur Erfassung der Fremdmischungen kennzeichnen Sie unter Datei à Einstellungen à Optionen-Standard à Programmmodule à Saatgut à Einstellungen die Checkbox Fremdmischungen in Partie-Informationen bearbeiten. Eine weitere Voreinstellung bezieht sich auf die automatische Vergabe der Rezeptur-Nr. für die Fremdmischungen. Die Nummer beginnt in diesem Fall mit 1.
Nach diesen Einstellungen rufen Sie L3 neu auf.

Erfassen Sie jetzt den Einkauf einer fertigen Mischung, gibt es unter Partie-Informationen eine Schaltfläche Zusammensetzung der Fremdmischung.

Über diese Schaltfläche tragen Sie die Zusammensetzten der Fremdmischung über eine Rezeptur ein. Bereits vorhandene Fremdmischungen können Sie auswählen. Die Rezepturen der Fremdmischungen stehen in keinem Zusammenhang mit den Rezepturen aus dem Artikelstamm. Die Abspeicherung erfolgt getrennt.
Eine bereits eingetragene Fremdmischung löschen Sie über die Schaltfläche Löschen.
Die Umbuchung auf den Artikel mit der kleineren Verpackungsgröße führen Sie wie üblich über den Menüpunkt Artikel-Umbuchung durch. Beachten Sie bei den Partie-Informationen die neue Verpackungsgröße. Ist in der Rezeptur der Verpackungsartikel angegeben, achten Sie auch dort auf die Menge dieses Artikels.
[Lieferarten der Kommissionsware]
In der Auftragsposition legen Sie fest, ob es sich um normale Ware, Kommissionsware oder um feste Rechnung mit Rückgabe handelt. Zur Vereinfachung können Sie diese Informationen im Kundenstamm hinterlegen oder über den gesonderten Menüpunkt Kommissionsarten unter Stammdaten à Eigenschaften.
[Kundenstamm]
Schaltfläche Eigenschaften à Kommissionsarten

Im Feld Art grenzen Sie über eine Vorauswahl die Artikel ein, für die die weiteren Einstellungen gültig sind.
0 = Artikel
1 = Artikelgruppe
2 = Artikel-Hauptgruppe
Im Feld Kommission legen Sie ebenfalls über eine Vorauswahl die Art der Ware fest. Zur Auswahl stehen:
K = Kommissionsware
R = Rechnung mit Rückgaberecht
Für die Kennzeichnung mit Rückgaberecht tragen Sie in einem weiteren Feld den Prozentsatz der Rücklieferung ein. Wird dieser Wert bei der Rücklieferung überschritten bekommen Sie in der Retourerfassung eine Warnung angezeigt.
Datei à Stammdaten à Weitere à Saatgut
Die Erfassung über den Menüpunkt Kunden-Kommissionsarten erfolgt nach dem gleichen Prinzip. Es ist nur einfacher, da Sie den Kundenstamm nicht aufgerufen müssen.
[Auftragserfassung]
In der Auftragserfassung finden Sie die Voreinstellung unter den Positionsdetails im Feld Kommission. Eine Änderung der Voreinstellung ist vorgesehen. Ist keine Voreinstellung hinterlegt steht in diesem Feld keine Kommission.
Achten Sie bitte darauf, dass bei der Erzeugung eines Lieferscheins aus dem Auftrag keine Positionen mit unterschiedlichen Kommissionsarten vorhanden sind.
[Fakturierung]
Für die Kommissionsware wird ein fest hinterlegter Abschlagsprozentsatz hinterlegt, welchen Sie in der Faktur ändern können. Sie wählen im Feld Abrechnungsart zwischen Abschlagsrechnungen und Schlussrechnungen.
Hinterlegt wird der Prozentsatz für den Abschlag unter Datei à Einstellungen à Optionen-Standard à Programmmodule à Saatgut à Einstellungen im Zusammenhang mit einem Artikel für den Abschlag.

Auf diesen Artikel wird der Abschlagsbetrag gebucht.
Drucken Sie zu einer Abschlagsrechnung die Schlussrechnung, wird die Abschlagsrechnung wieder storniert. Der Druck einer Schlussrechnung ist nur möglich, wenn Sie die Kennzeichnung unter der Retouren-Erfassung vorgenommen haben.
Auf den Kontoauszug der Rechnung werden die geschriebenen aufgeführt und eventuell bereits erfolgte Abschlagszahlungen aus der Finanzbuchhaltung. Am Ende des Kontoauszuges steht dann der noch zu zahlende Betrag.
Folgende Textmarken stehen für die Fakturierung zusätzlich zur Verfügung:
Kommission enthält „K", wird nur gedruckt, wenn Lieferart = „K".
Zwischensumme und AbschlagAbzug in der Datei W000XX66.dat.
[Retouren-Erfassung]
Die Rücknahme von Lieferungen geben Sie unter Erfassung à Verkauf à Lieferschein à Retouren-Erfassung ein.
Zur Vorauswahl der bereits erfolgten Lieferungen legen Sie den Lieferzeitraum und den Bereich der Kundennummern fest.
Aufgelistet werden Lieferungen an Kunden mit Kommissionsart K und R.
[Freigabe von Schlussrechnungen]
Im Feld Freigabe SR sind Positionen mit Kommissionsware mit N gekennzeichnet. Soll dazu die Schlussrechnung gedruckt werden, tragen Sie mit einem Doppelklick der linken Maustaste in dieses Feld ein J zum Druck der Schlussrechnung ein. Wurde die Schlussrechnung über die Fakturierung gedruckt, steht in diesem Feld ein -.
[Erfassung von Rücklieferungen]
Rücklieferungen tragen Sie im Feld heute Rück. ein. Bereits erfasste Rücklieferungen sehen Sie im Feld bish. Rück.
Überschreitet die Rücklieferung die vorgegebene maximale Rücknahmemenge wird eine Warnung angezeigt. Nach Bestätigung der Eingabe mit der Tab-Taste ist die Schaltfläche Gutschrift erzeugen aktiv. Über diese Schaltfläche erzeugt L3 einen Lieferschein mit der jeweiligen negativen Menge und kennzeichnet diesen als ausgeliefert. Über die Fakturierung, Einstellung Abrechnungsart Schlussrechnung, wird eine Gutschrift erstellt.
Mit einem Doppelklick der linken Maustaste können Sie die Lieferscheine und die erzeugten Gutschriftslieferscheine in den Spalten Lief.-Sch.-Nr. und Gutschr.-LS aufrufen.
[Saatgut: Retouren-Auswertung]
Diese Auswertung finden Sie unter Auswertungen à Kunden. Es handelt sich um eine Anzeige der Liefermenge, Retourmenge und Restmenge mit den dazugehörigen Beträgen. Eine Druckvorschau und ein Ausdruck der Anzeige sind vorgesehen.
Zur Vorauswahl stehen die Lieferart, der Lieferzeitraum und verschiedenen Sortierungen zur Verfügung. Aktiviert wird die Liste über den Button Anzeigen.
Auf der Liste wird z.Zt. die Kunden-Nr. ausgedruckt. Für die Debitoren-Nr. steht die Textmarke DebitorKto zur Verfügung. Sie ist in die Datei W6834102.dat einzutragen, wenden Sie sich dazu an den L3 Support.
Auswertung des Datums Ende Vertriebsfrist
Ist das Feld Ende Vertriebsfrist gefüllt, wird bei der Artikelumbuchung das niedrigste Datum der Rohstoffe das Datum Ende Vertriebsfrist für die Mischung.
Beim Verkauf wird innerhalb der Auswahl der vorhandenen Chargen-Nr. das Datum in Abhängigkeit des Zeitraumes farbig angezeigt.
Gültig mehr als 2 Jahre -- weiß
zwischen 1 und 2 Jahre grün
weniger als 1 Jahr gelb
abgelaufen rot
Selektieren nach Verpackungsgrößen in der Rüstliste
Für die Vorauswahl dieser Liste steht zusätzlich die Verpackungsgröße zur Verfügung. Es wird dabei auf den Gebindeinhalt in den erfassten Aufträgen zurückgegriffen.
Änderungen
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